Im Gespräch mit unserem Geschäftsführer Udo Metzner: Was wird 2027 beim Versicherungsschutz wichtig?

Udo Metzner begleitet landwirtschaftliche Betriebe seit vielen Jahren und kennt die Entwicklungen im Versicherungsmarkt aus nächster Nähe. Für 2027 sieht er vor allem steigende Kosten, einen anspruchsvolleren Versicherungsmarkt und neue Risiken, auf die sich Betriebe einstellen müssen.
Wir haben mit ihm darüber gesprochen, was das konkret für landwirtschaftliche Großbetriebe bedeutet und worauf Verantwortliche jetzt besonders achten sollten.

Udo, mit welchem Umfeld müssen landwirtschaftliche Betriebe 2027 rechnen?

Udo Metzner

Udo Metzner: Wir sehen schon 2026 deutliche Kostensteigerungen. Investitionen, Reparaturen, Personal, Arbeitsmittel und Rohstoffe werden teurer. Das wirkt sich unmittelbar auf Schäden aus. Ein vergleichbarer Schaden kostet heute in der Regulierung schlicht mehr als noch vor einigen Jahren.

Hinzu kommen steigende regulatorische Anforderungen. Positiv war 2026, dass größere Extremwetterereignisse bisher relativ überschaubar geblieben sind. Gleichzeitig belastet die Trockenheit vielerorts die Erträge.

Für 2027 erwarte ich, dass sich dieser Kostendruck fortsetzt. Und das trifft auf eine Landwirtschaft, die gleichzeitig mit niedrigen Preisen für ihre Produkte und entsprechendem Ertragsdruck umgehen muss. Das setzt beide Seiten unter Druck, die Betriebe genauso wie die Versicherungswirtschaft.

Was bedeutet das für den Versicherungsmarkt?

Udo Metzner

Udo Metzner: Versicherer achten stärker darauf, dass ihr Geschäft langfristig wirtschaftlich und finanziell stabil bleibt. Gerade bei landwirtschaftlichen Großrisiken wird deshalb genauer hingeschaut. Teilweise ziehen sich Versicherer aus solchen Risiken bereits zurück. Für Betriebe wird es damit wichtiger, frühzeitig zu wissen, welche Risiken sie absichern wollen und welche Lösungen langfristig tragfähig sind.

Welche Risiken gewinnen aus deiner Sicht besonders an Bedeutung?

Udo Metzner

Udo Metzner: Aus unserer Praxis sehen wir eine deutliche Zunahme von Cyberangriffen. Und das betrifft längst nicht nur große Unternehmen, sondern auch kleinere landwirtschaftliche Betriebe.

Gleichzeitig erleben wir, dass Auseinandersetzungen zwischen Geschäftspartnern schneller eskalieren. Der wirtschaftliche Druck ist hoch, etwa bei Einkauf und Verkauf. Dadurch gewinnt auch das Thema Rechtsschutz an Bedeutung.

Ein dritter Punkt sind Forderungsausfälle. Wenn Geschäftspartner insolvent werden und offene Forderungen nicht mehr begleichen können, wird das schnell zu einem eigenen betriebswirtschaftlichen Risiko. Auch dieses Thema rückt deshalb stärker in den Fokus.

Muss sich damit auch das Risikomanagement in größeren Betrieben verändern?

Udo Metzner

Udo Metzner: Ja. Die Anforderungen an Geschäftsführer und Vorstände steigen. Gleichzeitig lässt sich nicht jedes Risiko versichern.

Deshalb wird die Frage wichtiger: Welche Risiken kann und will der Betrieb selbst tragen, und wo ist Absicherung wirtschaftlich sinnvoll?

Udo Metzner

Udo Metzner: Gerade unter Kostendruck geht es darum, Risiken und Kosten bewusst gegeneinander abzuwägen. Gleichzeitig wird die Beratung durch Fachexperten 2027 und 2028 aus meiner Sicht noch wichtiger.

Deshalb: Lasst uns miteinander sprechen.

Dein Blick auf 2027 zum Schluss?

Udo Metzner

Udo Metzner: Wir bewegen uns in einem anspruchsvollen Umfeld. Deshalb entwickeln wir unsere Konzepte bei AgroSecur kontinuierlich weiter.

Dabei fließen ganz bewusst auch die Erfahrungen und Hinweise unserer Landwirte ein. Unser Anspruch ist, daraus Lösungen zu entwickeln, die zum Betrieb passen und AgroSecur gerade in bewegten Zeiten zu einem verlässlichen und kalkulierbaren Partner machen.

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